Das Land des Friedens

Das Land des Friedens

Ein Land, in dem Frieden herrscht

Wünschst Du Dir auch in einem Land des Friedens zu wohnen? In dem die Nachbarn alle Freunde sind, jeder genug zu essen hat und die Kinder voller Unschuld aufwachsen können?

Wir sind in Deutschland diesem Ideal scheinbar näher als viele Menschen in anderen Ländern. Das ist jedoch kein Grund, sich auszuruhen. Beim genauen Hinsehen entdeckt man, dass es bei uns noch sehr viel zu tun gibt, bevor echter, tiefer Frieden in den Menschen wohnen kann. Besonders was unsere Außenaktivitäten betrifft. Seit einigen Jahren rücken wir wieder weg von dem Ideal, das die Friedensbewegung in den 60ern, 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts inspiriert hat.

Die Bundeswehr, unsere Armee, vom Grundgesetz dazu bestimmt eine reine Verteidigungsarmee zu sein, schickt seit dem Jugoslawienkrieg im Auftrag der Regierung Soldaten in alle möglichen Länder. Um unsere Sicherheit in Afghanistan oder Mali zu verteidigen? Oder vielmehr wie Herr Köhler das treffsicher äußerte, um sicher zu stellen, dass Deutschland vom großen Kuchen der Rohstoffe fremder Staatsgebiete auch was abbekommt?

„Oh, bin ich hier richtig auf einem Blog über Mystik?“ fragst Du Dich jetzt vielleicht?

Und ich sage Dir: „Ja, Du bist goldrichtig!“

Warum dem so ist

Als MystikerIn gehst Du in Verschmelzung mit Zuständen, die Dich für kurze oder auch sehr lange Zeit von den Seinszuständen bedingungsloser Liebe und Frieden einen Tropfen kosten lassen. Und wer den tiefen inneren Frieden einmal gekostet hat, den schmerzt die Diskrepanz, in der wir auf dieser Welt leben um so mehr.

Viele Mystiker waren gleichzeitig Rebellen und lehnten sich gegen das herrschende System auf. Manchmal ist es Zeit, in einer Höhle ein einsames Eremitendasein zu fristen. Und manchmal ist es Zeit, seine Wahrheit zu sprechen und die Menschen zu erinnern, dass ein großer Schmerz vorherrscht und dass die Gleichgewichte der Welt aus den Fugen geraten sind. Solch eine Zeit ist JETZT!

Das Lied „Land of Peace“

Nach einer Probe mit der Band Eilean habe ich das Lied „Land of Peace“ geschrieben, das ich heute mit Dir teilen möchte. Dabei möchte ich etwas über die Hintergründe erzählen, mich aber auch gleichzeitig selber ein wenig kritisieren 😉

Während besagter Eilean Probe hatte damals unser Harfenist Christopher Daams von einem Kinofilm erzählt. Der Film heißt „The wind that shakes the barley“ und handelt vom Nordirland Konflikt. Das Thema beschäftigte mich, ich dachte darüber nach, was ich wohl fühlen würde, wenn ich in einem Land leben würde, in dem Krieg herrscht. Als ich wieder zu Hause war schien der Mond sanft durchs Fenster und sofort kamen Worte zu mir und eine Melodie. Ich stellte mir vor, dass ich auf einem Mondstrahl in eine andere Welt flüchten wollen würde, in ein Land, in dem Frieden herrscht. Dass ich andererseits meine Leute aber nicht verlassen möchte und für Frieden bete.

Was kritisiere ich an mir?

Ich würde heutzutage nicht mehr so leicht ein Lied schreiben, in dem ich vor der Realität in ein Land des Lichts und des Friedens flüchte. Ich würde heute kein Lied mehr schreiben, in dem ich nur um Frieden bete. Mir ist klar, dass wir aktiv sein müssen, um Frieden zu erschaffen. Mir ist ebenso klar geworden, dass auch ich vermutlich meine Familie verteidigen würde, wenn ich damit konfrontiert wäre, dass bewaffnete Truppen in meine Stadt eindringen und alles zerstören wollen.

Und genauso verabscheue ich Gewalt zutiefst und frage mich, wieso die Menschen nicht merken, dass sie sich mit Gewalt an anderen im Grunde genommen selber weh tun. Und wieso die Menschen so dicht gemacht haben, dass sie gar nichts mehr spüren. Gleichzeitig kennt mein Verstand die Gründe, wie die Konflikte entstanden sind. Doch nur, weil die Menschen sich seit Tausenden von Jahren abschlachten, um Handelswege und Rohstoffe zu kontrollieren heißt es ja nicht, dass wir damit weiter machen müssen!

 

Wo ist dieses Land des Friedens?

Das Land des Friedens ist nicht im Außen. Wir finden dieses Land, von dem ich singe in unserem Inneren. Wir können es auch im Außen realisieren. Es ist möglich. Das sage ich ganz bewusst, trotz der vermehrten Kriege in der Welt, trotz fortschreitender Umweltzerstörung und Unterdrückung und Ausbeutung der Ärmsten der Armen. Frieden ist eine Möglichkeit, die wir Menschen haben. Neben vielen anderen Möglichkeiten.

Ich sage es auch ganz bewusst in das Gesicht der Menschen, die mir vorwerfen, dass ich naiv und unrealistisch sei.

Genauso wie Hass und Gier in den Menschen wohnen, können Freundlichkeit und Vergebung in uns verankert sein. Es kommt darauf an, was wir kultivieren.

 

Wo könnten wir heute stehen?

Ich gebe zu, unsere Ausgangslage sieht nicht rosig aus. Aber vielleicht ist bald ein Grad erreicht, an dem wir kollektiv bekräftigen, dass es uns reicht! Wenn Du Dich genauer umguckst, dann siehst Du schon erste Anzeichen dafür.
Es reicht mit der Ausbeutung von Umwelt, Tier und Mensch!
Es reicht mit den immer weiter gehenden Angriffen auf den Lebensraum von Pflanzen, Tieren und Menschen!
Es reicht mit der Gewalt und der Verbreitung von Angst und Terror!
Es reicht mit der Unterdrückung, mit der Erschaffung von Feindbildern und der Herstellung von Tötungsmaschinerie!

Überleg mal, wie wir auf der Erde im Heute leben würden, wenn nicht die unzähligen Kulturen zerstört worden wären, die bis dato zerstört wurden. Wenn wir unseren Gehirnschmalz in die Erschaffung schöner, heilsamer und konstruktiver Dinge gesteckt hätten?

Wie geht es Dir damit? Ich persönlich habe keine Geduld mehr!

 

 

The land of peace

When the moon shines brightly over mountains and streams
My heart goes awandering on a fairy beam
There shall I go, there will I go
To the land of the light and peace

When I look about my country all in sorrow and pain
My heart grows so heavy of this lurking disdain
From here shall I flee, from here will I flee
To the land of the light and peace

Till I found my way to the evergreen fields,
People in laughter and the pleasure it yields,
The tables never empty, the neighbours are friends
Children grow up safe, with innocent hands
Children grow up safe, with innocent hands
Till I found my way to the fields of joy
My heart stays with my people, every maiden and boy
For peace I shall pray, for peace I will pray
In the land of the desperate hopes

When the moon shines brightly over mountains and streams
My heart goes awandering on a fairy beam
I hear the songs, I can hear the songs
From the land of the light and peace

And I found my way to the evergreen fields,
People in laughter and the pleasure it yields,
The tables never empty, the neighbours are friends
Children grow up safe, with innocent hands
Children grow up safe, with innocent hands

 

 

 

 

 

 

 

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6 Gedanken zu „Das Land des Friedens

  1. Ein sehr guter Block Beitrag zum Nachdenken, wenn auch nicht ganz so mystisch heute ;-)…und dein wunderschönes Stimmchen kommt in dem Lied wieder einmal sehr gut rüber…LG

  2. Liebe Myriam, ich habe diesen Beitrag von dir gerade erst entdeckt. Danke, du sprichst mir aus dem Herzen… und ich höre nicht auf an eine bessere Welt zu glauben. Wenn ich Menschen wie dich finde, ist es so schön und ich glaube einmal mehr daran… Liebe Grüße, Dani

    1. <3 danke liebe Dani... dito... die Menschen, die Frieden wollen sind in der Mehrzahl... die, die fest daran glauben, dass es möglich ist und danach handeln sollen bitte immer mehr werden! :-)

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